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Zigarren sind so gefährlich wie Zigaretten! Sind E-Zigaretten eine Alternative?

Den meisten Menschen ist durchaus bewusst, dass der Großteil der Personen, die sich im Internet auf die Suche nach Erfahrungsberichten und Rezensionen über elektronische Zigaretten begeben, Konsumenten von Tabakzigaretten sind und nach einer Alternativ suchen. Doch oftmals werden die Zigarrenraucher dabei völlig vergessen.

Im Gegensatz zu dem, was viele Menschen glauben, sind Zigarren genau so schädlich wie Zigaretten. Leider sind sich viele Menschen dessen nicht bewusst, denn da der Rauch von Zigarren ja nur in den Mund gelangt und nicht inhaliert wird, gehen sie automatisch davon aus, Zigarren seien eine weniger schädliche Variante. Völlig falsch! Auch beim Rauchen einer Zigarre inhaliert man etwas Rauch und an einer Zigarre raucht man doch deutlich länger, als bei einer normalen Zigarette.

Langsam aber sicher, scheinen sich immer mehr Konsumenten dieser Problematik bewusst zu werden, doch es muss noch einiges an Aufklärungsarbeit geleistet werden, bis die meisten Menschen diese Tatsache akzeptieren. Die Auswirkungen des Zigarrenkonsums haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Werfen wir als Beispiel einen Blick auf die USA: Die Amerikaner haben den Konsum von Zigarren über die letzten 10 Jahre verdoppelt. Die Statistik zeigte, dass die Anzahl an Zigarrenraucher im Jahre 2010 bei 13 Milliarden lag, wobei es 2000 gerade einmal 6.2 Milliarden waren.

Jiping Chen, der führende Epidemiologe des Zentrums für Tabakprodukte der FDA besteht darauf: „Es gibt beim Zigarrenrauchen keine unschädliche Menge“. Chen erklärt dies, „Sogar Zigarrenraucher, die nicht täglich rauchen, sind einem deutlich höheren Gehalt an giftigen Inhaltsstoffen ausgesetzt.“

Eine Alternative für Zigarrenraucher

Die Sorgen über den Konsum von Zigarren haben dazu geführt, dass die amerikanische FDA neue Gesetze in Erwägung zieht, durch welche die schmackhaften Zigarren verboten werden und zudem soll der Verkauf dieser Produkte eingeschränkt werden. Dies ist eigentlich auch ein Teil der Regulierungen, die für elektronische Zigaretten gedacht sind und ironischerweise werden beide Arten miteinander verbunden, wobei E-Zigaretten (oder E-Zigarren) eigentlich eine nützliche Rolle übernehmen könnten. Die Möglichkeit, sich auch für E-Zigaretten ohne Nikotin entscheiden zu können und die große Auswahl an Geschmacksrichtungen sorgt dafür, dass auch Zigarrenraucher durch elektronische Zigaretten eine tolle Alternative hätten.

Als die elektronischen Zigaretten gerade erst neu auf dem Markt eingeführt wurden und eine echte Revolution auslösten, verfolgten sogar einige Hersteller die Strategie, auch Zigarrenraucher für das elektronische Gegenstück zu interessieren. Elektronische Zigarren wurden auf vielen Webseiten präsentiert, auf denen E-Zigaretten Tests durchgeführt wurden und viele Hersteller reicherten ihre Produktpalette zudem mit nikotinfreien E-Zigaretten an.

Ein Problem an der ganzen Sache war jedoch, dass lediglich die Ästhetik umgesetzt wurde, denn unter der Decke werden auch die E-Zigaretten nach der gleichen Funktionsweise betrieben, wie es bei elektronischen Zigaretten der Fall ist. Die Zigarrenform ist noch heute bei einigen kleineren Anbietern im Sortiment zu finden, doch sie konnten sich nie richtig durchsetzen, da sie einfach nicht ansatzweise echten Zigarren mithalten konnten.

Die Herausforderung war es also, das Interesse der Zigarrenraucher mehr auf die elektronischen Zigaretten zu lenken. Heute gibt es für Zigarrenraucher deutlich mehr Vorteile durch den Umstieg auf das Dampfen, als es noch vor 5 Jahren der Fall war. Marken wie PowerCigs oder Ricardo bieten teilweise äußerst beeindruckende Geschmacksrichtungen an.

Auch die Lebensdauer und Leistung der Batterien hat sich deutlich verbessert, wenn man sie mit den Produkten vergleicht, die bei Markteinführung erhältlich waren. Zudem gibt es ein reichhaltiges Angebot an diversen Geschmacksrichtungen, von denen man damals nur hätte träumen können. Eine große Dampfwolke sorgt dafür, dass auch Zigarrenrauch das Gefühl der Vertrautheit bekommen und heute steht in diesem Bereich eine reichhaltige Auswahl an Produkten zur Verfügung, die das Zigarrenrauchen simulieren.

Was kann sonst noch verbessert werden? Wie wäre es denn mit Geschmacksrichtungen, die gezielt für hart-gesottene Zigarrenraucher fabriziert werden? Wir sprechen dabei nicht davon, einfach die bestehenden Geschmacksrichtungen mit coolen Namen zu versehen. Wir würden gerne intensive Forschungen und daraus resultierende Entwicklungen der Geschmacksrichtungen sehen, so dass auch Zigarrenraucher es einfacher haben, in elektronischen Zigarren eine gesündere Alternative zu sehen. Man sollte sich bewusst machen, dass es sich um ein völlig neues Marktsegment handelt, bei welchem mehr und mehr Aspekte von Zigarrenrauchern umgesetzt werden sollten.

Wir möchten, dass auch diese Menschen eine große Auswahl erhalten, wenn sie zu Dampfern werden, insbesondere wenn es um nikotinfreie Produkte geht. Diese Gelegenheit sollte genutzt werden, um auf die Branche der elektronischen Zigaretten aufmerksam zu machen. Diese Änderung würden wir gerne erleben und nun heißt es abwarten und sehen, ob die einzelnen Marken und der Markt als solches ebenfalls zustimmen.