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PG vs. VG – Welches E-Liquid ist das Bessere?

Wenn Sie bereits seit den frühesten Tagen der elektronischen Zigaretten (vor 2010) zum Dampfer geworden sind, werden Sie sich wahrscheinlich noch an die Tage der Inkonsistenz und der knappen Auswahl erinnern. Die zigarettenähnliche Bauweise war das Einzige, was man sich kaufen konnte. Das Dampfvolumen war mittelmäßig, im besten Fall. Man musste schon ein paar mal ziehen, bevor man überhaupt Dampf zu sehen bekam. Zudem waren einige Züge weniger geschmackvoll als andere. Es gab nur eine Handvoll Geschmacksrichtungen. Die negativen Punkte waren endlos. Dennoch wurden sie von einigen Menschen weiterhin konsumiert.

Was können wir über die elektronischen Zigaretten sagen, die der heutige Markt zu bieten hat? Wenn es um Startersets geht, können diese mit ihren Vorgängern kaum mehr verglichen werden. Obwohl die zigarettenähnliche Bauform nach wie vor nur einen kleinen Teil des gesamten Marktes ausmachen, übertreffen die heute erhältlichen Produkte die vor über 5 Jahren um Längen. Darüber hinaus haben Verbraucher heute auch die Möglichkeit, sich einen Vape-Pen, Box Mods oder Sub-Ohm-Kits zuzulegen. Variable Spannung, Temperaturanzeige usw. – der Dampfermarkt ist heute gegenüber seinen Anfängen um Lichtjahre voraus. Während in den letzten Jahren ohne Zweifel erstaunliche Erfindungen auf dem Markt eingeführt wurden, ist eine der wohl beliebtesten dieser Erfindungen die erweiterte Auswahl an E-Liquids.

Sogar als APVs und Sub-Ohm-Kits auf dem Markt eingeführt wurden und die Verkaufszahlen der zigarettenähnlichen E-Cigs minimierten, standen den Verbrauchern hinsichtlich des E-Liquids lediglich eine Option zur Verfügung: Propylenglykol, auch als PG bekannt. Jedoch begannen die Hersteller vor Kurzem damit, E-Liquid auf Basis von pflanzlichem Glycerin zu produzieren, auch als VG bekannt. Wie bei vielen neuen Produkten, folgte auch VG einem vertrauten Trend. Seit der Markteinführung bekannten immer mehr Dampfer auf VG E-Liquid umzusteigen. Dabei wirft sich die Frage auf: Was ist nun besser – PG oder VG?

Die kurze Antwort ist natürlich: Größtenteils ist es eine Entscheidung der persönlichen Vorliebe. Eine Person kann bei der Verwendung des exakt gleichen Produktes eine völlig andere Erfahrung erleben, als eine andere. Allerdings gibt es auch eine längere, detailliertere Antwort. Lassen Sie uns diese erklären.

Es ist kein Geheimnis, dass E-Zigaretten ganz klar hergestellt wurden, um Tabakzigaretten in jeder Hinsicht zu imitieren. PG E-Liquid kommt in Bezug auf den „Hit“ beim Ziehen an einer Tabakzigarette sehr nahe. Wahrscheinlich liegt darin auch der Grund, warum die Hersteller diverser E-Zigaretten seit über einem Jahrzehnt nicht mit anderen Stoffen experimentierten, wie beispielsweise VG. Das PG E-Liquid hat seine Aufgabe nicht nur erfüllt, sondern es gab auch keine andere Substanz, die auch nur im geringsten mithalten konnte, wenn es um das Nachahmen traditioneller Tabakzigaretten geht. Allerdings sind Tabak- und elektronische Zigaretten sehr unterschiedlich. Es musste natürlich so kommen, dass eine (sehr kleine) Minderheit der neuen Dampfer von diversen Nebenwirkungen berichteten, die mit dem PG E-Liquid in Verbindung stehen mussten. Diese Nebenwirkungen waren unter anderem Allergien, Hautausschläge und Hustenreiz, trockener Mund oder größerer Durst. Bei der überwiegenden Mehrheit dieser Fälle war es so, dass sich diese Nebenwirkungen nach ungefähr einer Woche wieder legten. Auch für die Mehrheit der Dampfer, die keine Nebenwirkungen erlebten – kann PG sich im Allgemeinen doch etwas kratzig im Hals anfühlen. Sollten Sie starker Dampfer sein, können Sie eventuell nach einem Tag des Dampfens eine Halsentzündung verzeichnen.

Auf der anderen Seite haben wir das VG E-Liquid. Die einzigen bekannten Nebenwirkungen von VG sind ein trockener Mund, Halsschmerzen und größerer Durst. Solange man die täglich empfohlene Menge Wasser zu sich nimmt, sollte alles im grünen Bereich liegen. Außerdem wird auch bei VG ein „Hit“ beim Ziehen verzeichnet, der allerdings viel glatter und angenehmer ist. Es ermöglicht also auch ‘große Dampfwolken’ zu produzieren (ähnlich wie bei einer Wasserpfeife). Genau aus diesem Grund bevorzugen  unsere Angestellten die E-Liquids mit VG und nicht PG. Denken Sie allerdings auch daran, dass VG E-Liquid im Allgemeinen die Lebensdauer des Atomizers aufgrund seiner Dicke reduzieren kann.

Dies bedeutet, dass Sie sich nicht zwischen PG und VG entscheiden müssen. Viele Marken elektronischer Zigaretten erlauben ihren Kunden auch, die verschiedenen Arten zu mischen und auszuprobieren. Es gibt auch Produkte mit unterschiedlichem PG/VG-Verhältnis (z.B. 70/30, 50/50 usw.) Wir sind in der Tat davon überzeugt, dass die meisten Dampfer eine Mischung bevorzugen würden. Letztendlich bevorzugen Sie wahrscheinlich ein E-Liquid, welches sich beim Ziehen angenehm anfühlt (Hit) und auch eine nette Dampfwolke bildet (ohne zu kratzen). Aus diesem Grund empfehlen wir ein Verhältnis von 70/30.

Doch welches ist nun besser? Wie Sie gesehen haben, gibt es hier keinen klaren Sieger. Wenn Sie auf der Suche nach einem starken Hit sind oder ein Produkt suchen, mit dem Sie aufgrund der geringen Dampfbildung auch in der Öffentlichkeit dampfen können, dann sollten Sie sich für PG E-Liquid entscheiden. Sind Sie andererseits mehr auf der Suche nach einem sanften Dampfvergnügen und möchten Sie gerne große Dampfwolken produzieren, ist VG das E-Liquid Ihrer Wahl. Die meisten Dampfer bevorzugen wahrscheinlich Produkte, die irgendwo in der Mitte liegen, weshalb wir auch eine Kombination zwischen PG und VG empfehlen.